Zurueck auf DIE MAGGATHS.

Da schau her.

Es folgt ein weiterer Maggath, welcher der Meisenmann ist.

(aka Mace / Meise / Maase / Meiser / Meisenmann / Speiserati / Mud-Tse / Vomitor / Matsche / van Meising / M.Eiser / Miron Man / ...)
Muessen Maenner mit Baerten sein: Maase.

Der Typ ist echt total verhunzt. Kann überhaupt nix, und nicht mal das richtig. Ansonsten bedient er die Klospülung und die sieben- bis achtbeinigen Wäscheständer.

Auf Fraptain zu.
Nach´n Worz hin.
You´re already there, dude. Ah, fuck it.
Visit McFly.
Steckbrief von MEISERATI:
Echter Name: Matthias
Jahrgang: 1976
Geburts- / Wohnort: Bremen
Beruf: Erzieherin
Bei JOHNSTON seit: 2000 (Gründungsmitglied)
Job bei JOHNSTON: Gitte & Vocals
Spielt:

Gitte:

IBANEZ RGA8 8-String
    IBANEZ S Series 7-String
  Saiten: RGA8: weiß ich noch nicht.
    S: D'Addario XL 7 String 10-60" / GHS Guitar Boomers 9-58"
  Plecs: Pickboy Carbon Nylon 1mm
  Amp & FX: Marshall Valvestate 8100 & 8412
    Line 6 Pod X3 Live
Andere Instrumente: Bass / Schlagzeug / Gehirn
Andere Bands: SENTIMENT (bass / R.I.P.) / COMPREHENSION QUESTIONS (git / R.I.P.) / ZOMPF (alles / R.I.P.) / SILVER HAZE (dr / R.I.P.) / BOLZ RÜBER (git / R.I.P. ?)) / BASSI BUELLER & DIE BOING BOINGS (dr / für mich R.I.P.)
 
Zeitvertreibe: Werder glotzen / Compi daddeln / Buch lesen / Fanta saufen / ...
Lieblingsbands / -alben aktuell: (Stand: 07/2010) MESHUGGAH - Alles
  ICKE & ER - L.I.B.E. (2010)
Lieblingsbands / -alben all time: IRON MAIDEN - Seventh Son Of A Seventh Son (1988)
  MEGADETH - Rust In Peace (1990)
  FREDRIK THRODENDAL´s SPECIAL DEFECTS - Sol Niger Within (1997)
  CYNIC - Focus (1993)
  ATHEIST - Unquestionable Presence (1991)
  PSYCHOTIC WALTZ - Into The Everflow (1992)
  SLAYER - Reign In Blood (1986)
  CONFESSOR - Condemned (1991)
  SEPULTURA - Arise (1991)
  OBITUARY - Cause Of Death (1990)
  DEATH - Human (1991)
  BOLT THROWER - War Master (1991)
  SAINT VITUS - C.O.D. (1992)
  MESHUGGAH - Alles
  ICKE & ER -Mach et einfach (2007)
LieblingssängerInnen: Ross Dolan (IMMOLATION)
  Henry Veggian (REVENANT)
  Ray Alder (FATES WARNING)
  Scott Jeffreys (CONFESSOR)
  Karl Willets (BOLT THROWER)
  Mike Patton
LieblingsgittenheinzInnen: Chuck Schuldiner (DEATH)
  Paul Masvidal (CYNIC)
  Fredrik Thordendal (MESHUGGAH)
LieblingsdrummerInnen: Stephen Shelton (CONFESSOR)
  Sean Reinert (CYNIC)
  Tomas Haake (MESHUGGAH)
  Brann Dailor (MASTODON)
  Van Williams (NEVERMORE)
LieblingsbasserInnen: Steve Harris (IRON MAIDEN)
  Tony Choy (ATHEIST / CYNIC)
  Steve DiGeorgio (SADUS / ...)
  Lars K. Norberg (SPIRAL ARCHITECT)
Lieblingsfilme / -serien: KOMMISSAR 00 SCHNEIDER - JAGD AUF NIHIL BAXTER ("Dieser Scheiß-Metulski !")
  THE BIG LEBOWSKI ("Bekackt !")
  PULP FICTION ("Hol´ Hinkebein raus...")
  ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT ("Mc Fly !!! Jemand zu Hause ?")
  BRAINDEAD aka DEAD ALIVE ("Your Mum ate my dog !" - "Well...not all of it...")
  FEAR & LOATHING IN LAS VEGAS ("Augen ?")
  LOST ("4, 8, 15, 16, 23, 42.")
  DEXTER ("Tonight's the night...")
  WEEDS ("Little boxes...")
  MONTY PYTHON's FLYING CIRCUS ("Screw the penguin !")
  HOUSE M.D. ("Geilomat ?!?")
  COW & CHICKEN ("Who's the ugliest Weenie ?")
Lieblingsfressen: Schokolade (soooo gesund...) / alles ohne Aas
Sonst noch ? Ja, ach.

ACHTUNG: fuer Leute, die es wirklich wissen wollen, hier noch mehr Informationen. Wer nicht an Details interessiert ist, braucht nicht anfangen zu lesen, denn es ist viel. Hoffentlich isses nicht zu langweilig...

Aal.

Doch lieber wieder hochgehen.

Ein Essay von selbigem ueber eben dessen musikalischen Werdegang
aka
Fakten Fakten Fakten
aka
Quatsch, Mann, laber nich´!
aka
Joey Buttawipo - My Story

Aal.

Tach. Da Meise ja schon hier und da mal Mucke gemacht hat, erstmal ein kleiner Band-Index, zum direkt hinjumpen:

ZOMPF und Unterprojekte

COMPREHENSION QUESTIONS

SENTIMENT formerly known as LOS PENDEJOS
SILVER HAZE formerly unknown as EISBÄR and EISBIER und Unterprojekte

Nu geit los.

Aal.

ZOMPF

(Logo kommt)

ZOMPF

Aal.

Der Meisenmann konnte es nicht lassen. Kaum hatte er diese elektrische Gitarre die ersten paar Male in der Hand gehabt, trieb es seinen Kumpanen Les Mueller (Name von der Redaktion geaendert. d.Red. (hihi)) und ihn sogleich in den Strudel des Musikbizniz, wie man damals noch sagte. Die fruehen Neunziger waren ein hervorragender Naehrboden fuer Kiddies, die watt schoem Metal haben wollten. Die Geiler-Metal-Welle auf ihrem Hoehepunkt, die Jungs gerade auf dem Weg hinterher. Was lag also naeher fuer diese beiden, als hinzugehen und die eigene Band ins Taufbecken zu schmeissen ? Eben. Nichts.

Ein Name war nicht das Thema. Eher, welchen von den hunderten von moeglichen man denn nun nehmen sollte. Ok, also ZOMPF. Das passte ganz gut, fanden die beiden Geilos. Los ging´s.

Master
multidrums, vokillz, gitte, bass (?), ukulele, telefon, leere bierdose
Vomitor
gitte, bass, multidrums, vogüllz, ukulele, staubsauger, telefon

Der erste Studioaufenthalt liess nicht lange auf sich warten. Man waehlte den heutzutage legendaeren Aufnahmetempel "Meise´s Zimmer". Zum Glueck war das vorhandene Equipment von allererster Kajuete. Da war zum einen die echt billige Epiphone-Ripoff-Flying V, die leider jetzt weg ist. Aber sah gut aus. Fuer den noetigen Soundwall sorgte ein gigantisches 30 Watt Kombovoegelchen. Roadstar, is´ klar.

Doch auch die Schiessbude konnte sich sehen lassen, denn praktischerweise konnte man das Schlagzeug im Bedarfsfall mit wenigen einfachen Handgriffen in einen 1A-Schreibtisch umwandeln. Doch damit nicht genug: unter Zuhilfenahme der Trommeln und Becken liessen sich exquisite Maehler zubereiten, wenn gerade mal nicht haertest moeglich gerockt wurde. Diese groesstenteils sehr angenehme Multifunktionalitaet hatte allerdings auch ihren Preis: es klang total scheisse.

Am ehesten verdiente wohl die Aufnahmemaschinerie die Bezeichnung "Equipment", denn es handelte sich immerhin um ein Grundig (R.I.P.) Tapedeck mit sage und schreibe zwei Mikro-Eingaengen. Einer links, einer rechts. Hammer.

Es gab somit auch ein Mikrofon (20 Mark oder so, logen Plastik), das nach einiger Zeit sogar noch Unterstuetzung durch ein zweites, ebenso preiswertes Modell von Philips bekam. Es war rot, ebenfalls aus Plaste und ist, kein Witz, heute Meise´s Gesangmikro. Die Welt ist klein.

Aal.

In dieser Umgebung machten ZOMPF sich also auf, ihr erstes Full Length Album aufzunehmen. Um nicht weiter aufzufallen, nannten sie es "THEIR FIRST LEMO".

Es kam auf dem damals gaengigen und heute leider beinahe vergessenen Medium "MC" auf den Markt. Es brachte es auf eine Spielzeit von etwa 94 Minuten und wurde zweimal zum Selbstkostenpreis verkauft, und zwar an zwei Maedels (Namen der Red. bekannt) in der Klasse der beiden Typen. Die fanden das wohl irgendwie witzig.

Die Machart der Songs war mindestens ebenso revolutionaer wie die Aufnahmetechnik: so stoepselte man das Mikro ins Tapedeck, machte auf keinen Fall sowas wie einen Soundcheck und denn ging´s auch schon los. Roedel roedel, tacker tacker, saeg saeg, grunz, bruell, hack, tacker, tacker. Die Wunderwaffe: ein Schubladenschacht ohne Schublade. Kochloeffel rein, hoch und runter holzen. Das Ergebnis: ZOMPF sind die wahren Erfinder der Hyperblasts. So.

Immer geil, immer geil.
 

Gitarre "spielte" groesstenteils der Meisenmann, dessen damaliges Pseudonym uebrigens Vomitor war. Ob auf dem Album schon Bass zu hoeren war, weiss ich gerade nicht. Les Mueller (damals noch Master) bediente meistens die oben erwaehnten Multi-Drums. Aber halt auch nicht immer. Instrumententausch war ab und an schon angesagt. Die Gesaenge gingen zu ueberwiegenden Teilen auf Master´s Konto, da Vomitor sich ganz doll auf sein Gezuppel konzentrieren musste. Hat der Mueller aber auch gut gemacht.

 

Das sowohl klassische als auch einzige jemals existiert haben getane ZOMPF-Lineup: Vomitor und Master. Hier allerdings schon zu SENTIMENT-Zeiten.

Die Aufnahmen zu "THEIR FIRST LEMO" zogen sich ueber einige Wochen hin, man musste ja schliesslich auch zur Schule. Das Ergebnis ist trotz allem ein Paradebeispiel der musikalischen Unfaehigkeit. Kein Wunder allerdings, wenn man bedenkt, dass die beiden damals rein garnichts konnten.

Was Songtitel, Texte (die gab´s tatsaechlich, man gab sich sogar richtig Muehe) und naehere Analysen angeht muss ich im Moment passen, da mir momentan leider keines der sehr raren Exemplare zur Verfuegung steht. Ausserdem kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an Songdetails erinnern, die Visionen werden zunehmend schwaecher. Wird nachgeholt.

Aal.

Nach dem gigantischen Erfolg der ersten Langspiel-Kassette (aehem...) liessen ZOMPF sich nicht lange bitten, einen Nachfolger in Angriff zu nehmen. Das Werk wurde spaeter unter dem programmatisch zu verstehenden Titel "ABSOLUT ABGESPACED" an die hungernde Masse verscherbelt. Wiederum betrug die Auflage zwei (plus Original), man konnte also an den Erfolg von "THEIR FIRST LEMO" anknuepfen, ihn jedoch nicht weiter ausbauen. Die Spieldauer betrug wieder etwa 94 Minuten.

Man arbeitete mit dem gleichen Equipment wie zuvor, setzte dieses jedoch fantasievoller ein. So wurde beispielsweise die doch recht begrenzte Anzahl von Mikros optimal genutzt. Man nahm das Mikro, tapte einen an den Gitarrenamp angeschlossenen Kopfhoerer so daran, dass der immense Schalldruck direkt ins Mikro schallerte. Der Vorteil dieser Arbeitsweise bestand darin, dass das Mikro gleichzeitig noch die "Drums" und die Vocals aufnehmen konnte. All in one quasi.

Textlich haute man in saemtliche Kerben. Der nach dem Staubsauger-Intro einsetzende Opener "Operation: Vacuu-Saug" z.B. hatte ein stark von Spaceballs beeinflusstes Textkonzept, dass jedoch genuegend Spielraum fuer Interpretationen bot.

MORBID ANGEL waren ein sehr grosser Einfluss. So wurde kurzerhand der Text zu "Chapel Of Ghouls" auf ZOMPF-Verhaeltnisse umgebuerstet. Hier einige Auszuege:

"Drink the blood / The feeble priest / The family of Horst / Spast upon my altar"

oder

"Demons attack with Heinz / Otti in the bedroom of hell awakes / Death against you all / God, hear my Furz call"

Naja...

Weitere Hits: "Satan´s Penis" (von wegen jugendfrei und so), "Guenther Gulli (Part I)", "House Of The Sucking Fish", "State Of Bacteria", "Pituatary", "Hartmann Hatefish", "Glop-Glop" und so weiter.

Musikalisch gesehen war "ABSOLUT ABGESPACED" aehnlich gelagert wie "THEIR FIRST LEMO", nur noch ´nen Tick geiler. Nach dem guten alten Muster wurden dilettantische Riffs auf Bass oder Gitarre mit spontan eingestreuten sogenannten "Grindcore-Parts" aufgelockert. Das beinahe staendig voellig neben der sowieso kaum zu erkennenden Spur hoppelnde "Drumming" tat sein uebriges, alles moeglichst sperrmuellig klingen zu lassen.

Vor stilfremden Instrumenten oder anderen Experimenten hatten Zompf allerdings keine Angst. So wurde die Ukulele, die Vomitor schon seit seinen juengsten Tage sein Eigen nennen durfte, fast schon ueberstrapaziert.

Eine komplette Auflistung der Songs der ersten beiden Alben folgt, sobald das Material dem Rezensenten zugekommen ist.

Aal.

Als die ZOMPF-Mitglieder Vomitor und Master (oder auch Master und Vomitor) mit der Zeit immer geiler wurden (huestel...), steigerte sich auch der Wille, seine Ideen in andere Projekte einfliessen zu lassen. Da man aber immer noch niemanden kannte, der sich mit solchen Leuten abgegeben haette, wurden die Projekte kurzerhand selber gezuechtet. Man nahm ein weiteres MC-Album von 94 Minuten auf, welches aber sozusagen nur unter der Schirmherrschaft der Band ZOMPF lief. Hierbei handelte es sich um den weltbekannten "ZAMPLER". Auflage auch zwei plus Original (auf zwei Tapes, jeweils nur eine Seite, die andere war mit Metal voll).

Im Klartext heisst das, Master und Vomitor dachten sich Bandnamen aus und nahmen dann einen mehr oder weniger dazu passenden Song auf. Eine Ausnahme gibt es aber doch zu beachten: bei IDOLATRY (Devastation, weisst ?) war statt des Masters ein gewisser Herr Dosch involviert. Zusammen mit Vomitor nahm er (exclusiv fuer den ZAMPLER) eine drumlose Coverversion des SODOM-Klassikers "Ausgebombt" auf, die heute noch als Klassiker gilt. Doch dazu spaeter mehr.

Das Aufnahmeverfahren wurde dem angestrebten Ziel, viele verschiedene "Bands" in verschiedenen Stilrichtungen zu repraesentieren, angepasst. So klingt letztendlich fast jeder Song anders als alle anderen. Mal verzerrtes Gebruell, mal Bass, mal Gitarre, mal beides abwechselnd, mal "Gesang", mal funky, mal Tasche, etc. Aber alles geil.

Jede Band stellte sich selber kurz vor (Band- und Songname grunzen) und legte dann los.

Folgende Bands und Songs tummelten sich auf besagtem ZAMPLER:

A-Seite:

1.
PSEUDO KRUPP
Pseudonym
Sollte Industrial sein, ist aber irgendwie auch. Bass.
2.
THE CRAWLING FISHBOWELS
Violently Vomited To Death
Schleppender Death Metal mit schnellen Anteilen. Bass.
3.
SCHICHTWECHSEL
Wechselschicht
Punk. Grottig. Sollte aber auch grottig sein, von daher ging´s.
4.
N.O.D.
Nostrils Of Death
Zwei-Sekunden-Song in klassischer Manier.
5.
NORBERT ANGEL
Norbert´s Angel
Erster totaler Sicko-Trip. Geile Gesangsleistung vom Master.
6.
TAPIRION
Okapi
Okapi und das Gnu. Is´ klar.
7.
ACCIDENTAL SUICIDE
Doomchild
Another 2-Sekunden-Song. Bandname wurde vor kurzem geklaut, leider damals die Copyrights nicht an´n Start gebracht.
8.
IDOLATRY
Ausgebombt
Einziger Beitrag mit Nicht-MASTER-oder-VOMITOR.
9.
IMMORTAL ILLUSIONS
Satan Is Our Master
Black Metal gab´s damals auch schon. Geiler satansmaessiger Text, aber ´tuerlich aus Witz.
10.
YO!
Ja!
Two human beatboxes. Schallendes.
11.
JA!
Yo!
Dasselbe mit Gitarrengezuppel.
12.
PUFFREIS IN SPACE
Pfotenpuff
Slapping fuer Anfaenger mit Master´s Erguessen. Hart.
13.
VOMITOR
Solo Vomit
Zweieinhalb Minuten mit´m Plek auf den Seiten rumkratzen ? Kein Problem. Horrible, aber guet.
14.
ZOMPF
Die Maerchenstunde (Guenter Gulli Part 2)
Einziger ZOMPF-Song, Fortsetzung eines "ABSOLUT..."-Hits. Auch lamer Slapbassversuch von Vomitor.
15.
PANTERROR
Pfannenterror
Was, wenn einem keine Bandnamen mehr einfallen ? Aber fast wie die Texaner...
16.
ZOMPF
Special Thanks
ZOMPF bedanken sich bei den Bands. Auf englisch. Naja...

Da sich die B-Seite des ZAMPLERS derzeit bei Herrn Master befindet, kann ich schlecht was dazu sagen. Ich arbeite jedoch fieberhaft an der digitalen Sicherung der Beweisstuecke.

Man kann ueber ZOMPF sagen, was man will. An Grundsaetzen mangelte es nicht. Worauf ich eigentlich hinaus will: ZOMPF hatten mit diesem Werk die Vorgaengeralben alt aussehen lassen. Allerdings stellte man vielleicht das eigene Licht ein wenig zu sehr in den Scheffel. Oder so.

Anyway: ZOMPF hatten mit dem Auf-die-Beine-stellen-des-ZAMPLER-Projektes sowohl ihren kreativen als auch kommerziellen Hoehepunkt erreicht. Man erstellte fuer die beiden Fans sogar handbemalte T-Shirts, die stolz im Sportunterricht getragen wurden.

Nach dem Abklingen der emotionalen Nachbeben, die der ZAMPLER zweifelsfrei bei allen Beteiligten gefuehrt hatte, ging es mit ZOMPF bergab. Es stellte sich naemlich heraus, dass der ebenfalls mit einem Beitrag zum ZAMPLER aufgetrumpfte Dosch gerade aus seiner Band CAUSTIC (spaeter kurzzeitig irgendwie, dann MISERY, dann MISERY INC., dann...weisichnich aber egal) herausgeflattert worden war oder so. Man begann, ein gemeinsames Projekt auf die Bahn zu schieben, dass das Arbeiten mit ZOMPF nicht mehr zuliess. Doch dazu in wenigen Absaetzen mehr.

Aal.

Um das Kapitel ZOMPF langsam zu schliessen, sei noch erwaehnt, dass es 1994 Aufnahmen zu einem weiteren, reinen ZOMPF-Album gegeben hat. Dieses wurden jedoch nie der Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht. Es handelte sich um ein Konzeptalbum mit dem Titel "Schilling Is My Business...And Business Is Good".

Protagonist der Geschichte war Gerhard Geldschein, Wiener Bankier einer schweizer Bank, der in Stralsund lebte und die uebelsten Sachen erleben sollte. Ausserirdische fette Frauen und so. Eigentlich war es fast schon eher ein Geschichte mit "Mucke", teils in Reimform. Weitere Figuren: Bornina Casket, Franz Schwanz (sehr intelligent, ich geb´s zu), The Almighty Kabeljau, der Frittenbaer, Fred und andere. "Schilling..." war textlich ein Hammer, und bei nochmaligem Hoeren ist die Mucke schon "recht okay". Man hatte sich sogar vorher ueberlegt, bei welchen Textpassagen man balladesk (in Fachkreisen "Scheiss Balladengefurze !!!") werden wollte und wann Grindzeit war. Holla ! Auf Zuruf wurden lockere Drum- und Gittensoli eingestreut. Das ganze Album wurde am Stueck live eingespielt. No remorse ! Spielzeit ca. 30 Minuten plus 15 Minuten Bonus-Gelaber inklusive diversen weiteren Songs.

Als letztes Lebenszeichen von ZOMPF gilt in Fachkreisen eine Session der Mitglieder im Keller des Masterschen Anwesens am 25.4.1998, also Jahre nach den grossen Erfolgen der Band (nach SENTIMENT´s Ableben sogar, siehe unten). Diesmal fand die Session mit einem richtigen Schlagzeug statt, was ein Novum im ZOMPF-Raum-Zeit-Kontinuum darstellte. Songs gab´s nicht, Texte auch nicht, Gesang aber eh nicht. Nur Session, jeder mal Drums, mal Gitte. Boooring !

Ein wirklich kreatives Agieren war im Basement der Masters also nicht moeglich. Gruende hierfuer waren zum einen das neue Studio (die Mr. Blood-Studios), zum anderen, dass man nicht mehr ganz so scheisse war und ein gewisses Mass an Kontrolle ueber sein Instrument einfach nicht mehr dauerhaft leugnen konnte. Ausserdem hatte man kein geiles Textkonzept. War aber auch eh nicht zum Release vorgesehen, von daher.

ZOMPF liefen also aus, loesten sich aber nie offiziell auf.

 

Aal.
COMPREHENSION QUESTIONS - Verstehen Sie ?

Logo by Koz

COMPREHENSION QUESTIONS

Aal.

War aber garnicht so schlimm, denn sogar noch zu aktiven ZOMPF-Zeiten arbeitete man schon gemeinsam an einer neuen Band: COMPREHENSION QUESTIONS (im folgenden CQ genannt), die eigentlich IDOLATRY heissen sollte.

Folgendes Line-up (Anfang 1993 bis Ende 1994):

Les Mueller (the artist formerly known as Master)
vocals
Dosch
gitte
Meiser (the artist formerly known as Vomitor)
rhythm gitte & bvox
Luehmann
drums
   
Michi (Aushilfe)
bass
Britta (gegen Ende erst, kein Auftritt)
bass

Eine Bassperson gab´s anfangs noch nicht, und leider sollte auch nie so richtig eine an´n Mann kommen. Man probte also normalerweise in Viererbestzung. Da Dosch mit dem Songwriting sehr schnell und auch gut zur Hand war, waren im Nu die ersten paar Songs fertig.

Aal.

Konzerte:

Am 14.8.1993 spielte man den ersten auf dem Lesumer-Freizi-Open-Air, das aber kein Open Air war, wegen Schlechtwetter. War aber doch sonnig und warm. Egal. Man dachte, man blaest einfach alles weg, waere die verfruehte Reinkarnation der Metal-Kings. Nach fuenf Minuten waren alle draussen. Ziel irgendwie erreicht, aber so ?

Am 17.12.1993 folgte ein Konzert im Freizi Farge zusammen mit den Hardcore-Typen von FOE INSTINCT (aka FÖN INSTINCT), der damaligen Band von Worz. Am Bass half uns der gute Michi von TED VIRGIN, die im Laufe ihrer Karriere noch so manches Hafenfest beschallen sollten. An die 80 Leute (jagut, auch viele Bekannte) fanden´s ganz geil, ihre Schulkollegen da abreusen zu sehen. Die Presse hingegen fand´s nicht so gut.

Das ist der Moerder. Schlecht zu sehen: das geile CQ-Shirt.
 

Im Februar 1994 (12.+25.) spielten CQ noch zwei Gigs, einen in Findorff, einen in Vegesack beim Nordrock-Kram. Beide auch u.a. mit FOE INSTINCT. Findorff war fett scheisse, die anderen Bands auch. Vegesack war fett, alle da, alles geil. Pogo bis zum Abwinken. Auch Lueder, den wir spaeter noch besser kennenlernen werden, trug sein beachtliches Scherflein bei.

 

Les Mueller in seinem Element in Vegesack.

In Vegesack spielten ebenfalls FRAME OF MIND, die damalige Band von Theesen. CQ allerdings wieder ohne Bass, weil Michi nicht wieder zwei Auftritte am Tag machen wollte und sowieso und so. Auch egal. Festzuhalten bleibt, dass das der beste CQ-Auftritt war, obwohl oder vielleicht weil ohne Bass. War aber natuerlich auch quasi ein Heimspiel.

Folgende Songs bildeten das CQ-Live-Repertoire:

Eigengewaechse:

Die Intros
Zum warmrocken...
Caught In Tradition
1. CQ-Song ever. Komisches Riff. Thema: Kopftuecher.
Can´t Comprehend
Grooviger Speedster. Auch Rassismus-Thema.
Comprehension Questions
"Halbballade", wie man so schoen sagt mit dem Thema Tod, glaub´ ich.
Messengers Of Perversity
Auch Mop genannt.Textlich geht´s um Kindesmissbrauch. Geiler Midtempo-Song mit schoenen Melodien.
Cyco Dad
Alle mochten Al Bundy und seine Lieblings TV-Serie "Psycho Dad". Dad geht in den Supermarkt und toetet wahllos Leute mit einem gefrorenen Fisch. Guter Songs mit abgefahrenen Parts.
Seperated From Reality
Auch Sepp genannt. Dem Kumpel KAOZ gewidmet. Handelt von einem Menschen, der sich voellig abkapselt und nur noch fuer sein Bandprojekt lebt (MSD-MY SISTER´S DICK). Rasanter Rocker mit Groove.
Caramba
Von allen Songs am meisten Thrash-Metal.
Nature
Thema: Umweltverschmutzung. Absurder Beat.
Bayernzelt
Outro-Rumgealbere

Wie man unschwer erkennen kann, waren CQ bemueht, auch ernsthafte Themen kritisch in ihren Songs zu verarbeiten. Geschrieben wurden die Texte von Les Mueller, Dosch und Meise.

Coverversionen:

Children Of Doom + (I Am) The Screaming Banshee
Von den goettlichen SAINT VITUS (siehe weiter unten).
Scum
NAPALM DEATH, mit Dosch an den Drums und Luehmann dafuer am Mic.
Plastic People
Vom damals erst kuerzlich verblichenen FRANK ZAPPA.
Ausgebombt
Von SODOM. Hiess bei uns "Bombed Out" (geile Idee, Zzz). Sozusagen die Vollversion der vom ZAMPLER bekannten funkigen Interpretation, angereichert mit Blast- und Akkustikparts.
Anarchy In The U.K.
Vonne SEX PISTOLS. Aber letztendlich von MEGADETH gecovert.
Plague Of Man
Auch SAINT VITUS, aber nie live gespielt.

Die Band bezeichnete ihren Stil damals als "Melodic Thrash Metal". Das stimmt aus heutiger Sicht aber nur bedingt. Das lag an diversen Punkten.

Erstens war das Drumming kein Stueck thrashig, sondern eher groovig bzw. korsettartig. Kein Gehacke, keine grossartigen Experimente wie Doublebass (sehr selten eingesetzt, weil konnte nicht so richtig und zu anstrengend und so), Blasts oder Getacker. Ueber die Distanz einer Stunde vielleicht etwas eintoenig, aber dafuer sehr straight.

Zweitens baute Michi am Bass, falls gerade dabei, immer immenseste blues-jazzige Improvisationskapriolen in die Stuecke ein, die eigentlich gar nicht da waren. Machte die Sache noch unmetallischer.

Drittens war der Gesang oftmals jenseits von Gut und Boese und somit schwer auf einen Stil festzulegen.

Dazu kamen noch die zahlreichen Coverversionen aus den unterschiedlichsten Sparten, zum Teil bis zur Unkenntlichkeit entstellt.

Zu den SAINT VITUS-Covers kann man noch sagen, dass sie wirklich von Herzen kamen. Dosch und Meise hatten die Jungs auf ihrer C.O.D.-Tour in Bremen im Stone (7.6.1992) gesehen und liebten die Band sofort. Eigentlich war man wegen CATHEDRAL da. Um halb neun waren ganze sieben Zuschauer da. An der Bar sassen irgendwelche verdreckten Penner im Rumpelstielz-Outfit. Zum Glueck gab es so eine Art Tetris-Spielautomaten. Gegen zwoelf hatte sich der Laden dann gefuellt, CATHEDRAL konnten anfangen. Die Band hatte gerade ihr erstes Album "Forest Of Equilibrium" draussen, das man uebrigens kennen sollte. Wer es kennt, weiss, wie langsam die Scheisse ist. Und, wie sollte es anders sein, verhielten sich CATHEDRAL wie ein echte Doom-Band: sie spielten sie Songs noch viel langsamer als auf Platte. Sowas hab´ ich nie wieder gesehen. Geil. Eine ganze Stunde machten die das. Dosch und Meise waren eigentlich schon zufrieden und fix und fertig, doch dann schleppten sich die verlausten Penner von der Bar auf die Buehne und legten los. Es waren SAINT VITUS. Ich kann nicht mehr wahnsinnig viel zu den Songs sagen, da mir die Band bis dahin nur vom Namen her bekannt waren, aber sie haben alles weggeblasen. Das Gesicht des Bassers sah man nie, weil sein Kopf genickbruchmaessig nach vorne ueberhing, die Becken von Armando Acosta sahen aus, wie mit der Dampfwalze ueberfahren und Dave Chandler....Das Konzert ging bis halb fuenf, Dosch und Meise waren ab sofort SAINT VITUS-Juenger. Auch Les Mueller liess sich dann bereitwillig anstecken.

Das gipfelte u.a. darin, dass Dosch und Meise einige Zeit spaeter in der Dosch-Wohnung das komplette "CHILDREN OF DOOM"-Album coverten und aufnahmen. Natuerlich ohne Schlagzeug und Garantieschein. Man soff literweise Haake Beck, warf die CD an, drueckte "Rec" am Kasidreher, schnallte die Gitten um und spielte mit. Dosch hat sogar gesungen. Watt´n Spass.

Aal.

Um wieder auf CQ zu kommen:

Zu Demoaufnahmen kam es leider nie, es blieb bei den vier Auftritten. Man hatte jedoch den ehrgeizigen Versuch gestartet, ein "CQ-Homevideo" zu drehen. Dosch rekrutierte ein paar Kumpels, die dann irgendwelche Zu-Fuss-Verfolgungsjagden mit Uebern-Zaun-Springen und so darboten. Butgereit wurde sogar die Ehre zuteil, unter leeren Bierflaschen begraben zu werden. Alles fuer die Kunst. Was ich bisher aber immer noch nicht verstanden habe, ist, wo das Videotape geblieben ist. Meines Wissens hat niemand jemals die Aufnahmen gesehen. War kein Band drin ?

Nach den Konzerten ergab es sich leider wie so oft, wenn Ansprueche und Realitaet nicht uebereinstimmen, dass die Gitarren-Fraktion mit ihrem Saenger nicht mehr zufrieden war. Das war keine persoenliche Sache, auch keine Performance-Frage. Les Mueller war, was das anging, ein ganz grosser. Es war leider einfach die Sangeskunst, die Meise und Dosch missfiel. Man war ganz eindeutig ein wenig ueberheblich geworden und ordnete Gesangsunterricht an, was aber logischerweise nicht zu bezahlen war. Und Luehmann stand auch auf der Kippe, kam immer zu spaet oder gar nicht.

Les Mueller aus der Band zu schmeissen war echt scheisse, weil er ein sehr guter Freund von uns war und ist. Zwischenzeitlich war dadurch verstaendlicherweise ein wenig Eiszeit angesagt. Les Mueller returnierte jedoch kurze Zeit spaeter als neuer Bassist von Worzens damaliger Gruppe FOE INSTINCT, die spaeter mit neuem Saenger als ORANGE BUD die Gegend unsicher machte. Dazu mehr auf Worzens Seite.

Luehmann hingegen wurde von sich aus immer unzuverlaessiger, kam oft auch einfach gar nicht mehr zur Probe. Was die Entscheidung, sich von Luehmann zu trennen noch weiter erleichterte, war die Tatsache, dass Dosch und Meise ueber eine Schulfreundin einen Drummer namens Jense kennengelernt hatten, der noch dick einschlagen sollte.

In der CQ-Endphase (noch mit Les Mueller) wurde der Versuch gemacht, Britta als Bassistin in die Band einzufuegen. Sie kaufte sich extra einen schnuckeligen roten Bass. Leider wurde im Endeffekt nichts draus, weil sie wohl eh nicht so viel mit dem Sound anfangen konnte und auch gewisse zwischenmenschliche Sachen passiert sind...

Kurzzeitig uebernahm Dosch noch die Vocals, oft aber auch das Schlagzeug, wenn Luehmann mal wieder abgesagt hatte. Was von CQ uebrig blieb, waren letztendlich nur die extrem kleidsamen T-Shirts, die man mal hatte machen lassen und Erinnerungen (*schnueff*).

Um den Jahreswechsel 1994/95 herum waren COMPREHENSION QUESTIONS also am Ende bzw. praktisch nur noch zwei Leute. Aber da war ja noch dieser Jense.

 

Aal.

Wer wird denn gleich SENTIMENT-Aal werden ?
formerly known as LOS PENDEJOS

Logo by Jense

SENTIMENT

Aal.

Dieser Jense besuchte Dosch und Meise, nachdem man sich zuvor erst einmal durch Zufall kurz in der CD-Abteilung gesehen hatte, im Proberaum von CQ, also dem Grohner Freizi. Jense, der sowohl einen quasi eigenen Proberaum in einem Waller Bunker als auch ein feines Schlagzeugl sein Eigen nennen konnte, war nervoes und kam gar nicht so richtig klar. Das Freizi-Schlagzeug war aber auch ´ne Schabracke.

Beim naechsten Mal fuhren die beiden "zu ihm" in den Bunker. Ab dem ersten Moment war klar, dass sie da nie wieder weg wollten. Es sah da im Vergleich zu heute zwar sehr, sehr karg aus, aber watt herrlich. Keine Zeitplaene, guenstig, feucht.

Bevor man es vergisst: Jense war ein total geiler (vor allem auch Metal-)Schlagzeuger mit schoenem rotem (yak!) Kit. Man beschloss, dauerhaft gemeinsame Sache zu machen. Man benannte sich zunaechst LOS PENDEJOS, schwenkte aber nach dem ersten Auftritt zum Namen SENTIMENT ueber. LOS PENDEJOS repraesentierte den Stil der Band irgendwie nicht richtig, obwohl der Name geil war. SENTIMENT klang aber wenigstens etwas nach Metal.

Folgendes Line-up (Ende 1994 bis Fruehjahr 1998):

Jense
drums & undefinable noises & organisiertes Verbrechen
Dosch (bis ca. Mitte 1997)
gitte & vocals & "xylophon"
Meise
bass & bvox
   
Henning (ab ca. Ende 1996)
vocals & some gitte
Zoran (ab Sept. 1997 / fuer Dosch)
gitte
Mark (ab Sept. 1997 / fuer Dosch)
gitte

Wie man sieht, wechselte Meiser an den Bass, womit die zweite Gitarre Geschichte war. Konnte man aber nix machen. War aber auch so gut, denn Dosch und Meise waren ein eingespieltes Team, das auch so hervorragend zurecht kam. Und Jense war eh Hammer.

Es ging aeusserst rasant los mit dieser Besetzung. Waehrend der zweiten Probe im Bunker fuhren Jense und Meise Baguettes holen, weil Dosch sich eben schnell einen Song ausdenken wollte.

Als die beiden Maenner mit dem Essen wieder da waren, stand der Song quasi schon. Happahappa, dann schnell ueben. Der Song wurde spaeter unter dem Namen "Climbing Inside The Eyelash Of A Distant Fear" auf´s erste Demo gepackt und auch als erstes aufgenommen. Hoert man leider am etwas schlechteren Sound.

Der Aufbau dieses Songs war sozusagen stilgebend fuer die Band. Er bestand (normal) aus diversen Parts, die aber nicht nach einem "normalen" Strophe-Refrain-etc-Schema abgearbeitet wurden. Vielmehr dachte man linear (klingt geschwollen, ich weiss). Das hiess im Endeffekt, dass, wenn ein Part fertig war, er einfach nie wieder kam. Zudem war die Laenge der meisten Parts variabel, damit sich jeder nach Lust und Laune austoben konnte. Es gab relativ wenige festgeschriebene Partlaengen. Per Augenkontakt wurde dann der jeweilige Wechsel ausgemacht, was meistens sogar klappte. Das Ergebnis dieser Arbeitsweise waren Songs, die (speziell Dosch) massig Platz zum Improvisieren und Solieren gaben und somit staendig anders klangen, mal statt 8 dann auch mal 12 Minuten lang waren.

Bei der dritten Probe wollten die Jungs dann mal gucken, ob sie wirklich so geil waren. Man nahm sich vor, "Race With Devil On Spanish Highway" von Al DiMeola zu covern. Hartes Brot, und die Ausfuehrung war wohl damals nicht der Hammer. Aber es war zu erkennen. Von dieser Probe existiert sogar ein Aufnahme, datiert auf den 30.12.1994. Man spielte den Song spaeter auch live vor Publikum, was einem gewissen Herrn Les Mueller, grosser Fan Al DiMeola´s, beim ersten Konzert ein lautes "Ihr Schweine !!!" entlockte.

Aal.

Konzerte:

Man spielte also als LOS PENDEJOS den ersten Gig in dieser Besetzung. Er fand am 3.3.1995, also erst ca. dreieinhalb Monate nach der ersten Probe, im Alten Ortsamt zu Huchting zusammen mit FULL FLAVOUR statt. Der Auftritt war eigentlich ganz geil. Das Problem war eher, dass ausser unseren Kumpels und ein paar Leuten von FF niemand da war. Die Kulisse war also eher spaerlich, unsere Maggaths feudelten dennoch ganz gut den Boden (z.B. Tille).

Man spielte neben oben erwaehntem ersten Song "Climbing Inside The Eyelash Of A Distant Fear" auch schon die zweite Eigenkomposition "Butterfly", der spaeter auch in verschiedenen Versionen auf beiden Demos zu finden war. Angereichert wurde die Schorle durch "Race With Devil On Spanish Highway", das "Magnum"-Theme als Intro und "Message In A Bottle".

 

 

Meise beim LOS PENDEJOS-Gig in seinem geilen MC HAMMER-Shirt. Zwei Nummern zu klein.

Meisenmann, die alde Scheise.

Erstmalig zum Live-Einsatz kam Jense´s E-Drum-Teil, ein ROLAND SPD-10 oder so. Dieses Geraet und der spaeter hinzugefuegte Sampler ermoeglichten der Band das ein oder andere Soundexperiment. So spielte Dosch im Endpart von "Climbing..." z.B. einfach mal fuer ein paar Takte Xylophon. Sah cool aus und klang cool.

Es folgte ein Auftritt auf der Boerdefete (das dort ansaessige Schulfest) am 21.4.1995. Man spielte erstmals den neuen Song "Secrets". Eine Nebelmaschine gab´s auch, das war toll. Toll.

Erste Ansage von Dosch: "Ja, also, der Komiker vom Dienst, das bin ich."

Am 30.6.1995 trat man mit diversen anderen "Bunker-Bands" bei der Einweihung eben eines solchen Bunkers unter freiem Himmel vor einem Garagentor auf, vor dem eigentlich die Strassenverkehrsordnung galt. Das Wetter war total geil, es gab Freibier und es wurde gegrillt. Zudem war politische Prominenz anwesend: die damalige Bremer Bildungssenatorin Helga Truepel stand komisch rum und checkte nicht viel.

SENTIMENT dort. Man beachte die Papageienkostueme.

Nach diesem Gig wurden wir von einer Band angesprochen, die meinte, wir wuerden wie WATCHTOWER klingen. Kann zwar nur mit einem dererseitigen Gehoerproblem zusammengehangen haben, aber geschmeichelt waren wir schon ein bisschen.

Am 25.11.1995 war schon wieder Boerdefete (wieso eigentlich ?). SENTIMENT spielten auch wieder. Die Party fand in dem Freizi statt, indem auch der erste CQ-Gig ueber den Jordan ging. Aehnlich der Zuschauerzuspruch. Grosse Halle, alle draussen. Progressiver Jazz-Metal ist einfach nicht jedermann´s Sache, schon gar nicht, wenn genuegend Ausweichmoeglichkeiten da sind, wie z.B. sich draussen auf die Fresse hauen zu lassen. Dafuer spielten SENTIMENT das schnellste Set aller Zeiten. Alles in 20% schneller als sonst, schaetze ich mal. Pimaldaumen. So...

Der 17.2.1996 sollte zum groessten "Live-Erfolg" der Band werden, und das nicht nur, weil man das erste (und leider letzte) Mal weit weg von Bremen spielte. Es waren auch um die 100 Leute dort im heute laengst nicht mehr existenten Fla-Fla, von denen einige SENTIMENT scheinbar sehr geil fanden. Dieses Ereignis fand statt in Herford, da, wo auch das Pils herkommt. Es handelte sich um ein Underground-Festival, dass die Band DAWN OF WRATH organisiert hatte. Deren einen Saenger Volker hatte Jense zufaellig in der Plattenabteilung kennengelernt.

 

Dosch in Herford, schlaeft NICHT !

Der groesste Nihilist aller Zeiten.

Eigentlich sollten SENTIMENT als Opener fungieren, da aber die auch heute noch aktive Band MIRROR OF DECEPTION an einer kollektiven Grippe litt, eroeffneten SCHWEINEPEST das Billing. Diese Band bestand aus zwei Bassisten (einer sah original aus wie Montgomery C. Burns), die starke Lieder ueber Dosenbier und Schweinepest sangen. Geil !!!

Danach SENTIMENT. Und, was soll man sagen: die Leute tanzten (!!!) teilweise sogar. Andere bangten, viele tranken Bier. Nach fast einer Stunde Spielzeit waren SENTIMENT dann durch. Es gab tatsaechlich "Flughafen"-Sprechchoere, einige Mucker-Kollegen (z.B. die huebschen Oben-Ohne-Jungs von DORMITORY, auf die unsere Maedels so standen, Frechheit) meinten auch, sie sollten weiterspielen. Doch man war halt durch. Sowas hatte man noch nicht erlebt. Dabei hatte der Meisenmann den Gig als echt scheisse empfunden. Sachen gibt´s. Apropos empfunden: SchMö (auch mal bei JOHNSTON) verbrachte den SENTIMENT-Gig auf einem Sofa liegend genau hinter der Buehne, weil er einfach zu besoffen war. Aber gehoert hat er alles. Klar...

Der Saenger von MOURNING CRAPE ("Tut so´n Augenbrauen-Piercing eigentlich weh ?") wollte sogar als Saenger bei den Sentis (hihi) einstiegen. Harter Dis fuer seine eigenen Jungs.

Mit dabei waren (wie immer) so ziemlich alle Homies, weil sie die geilsten waren und sind. UND sind ! So auch Sebi, der es in kongenialer Art und Weise schaffte, die Band zu filmen, gleichzeitig ueber die Buehne hinter die Buehne zu latschen, ein Herforder zu exen und dann seelenruhig wieder in den Zuschauerraum zu watscheln.

Der letzte SENTIMENT-Auftritt in der Dreierbesetzung fand am 9.11.1996 in Lilienthal mit JUST SAY NO zusammen statt. Es waren allerdings mal wieder hoechstens zehn zahlende Gaeste da, die nicht eh Homies waren. Dementsprechend oede war´s es dann auch, da zu spielen. Legendaere Ansage von Dosch (schon mit kurzen Haaren): "Jaja, in fuenf Jahren verkaufen wir mehr Platten als Metallica, und dann heulen alle." Hat aber ja eh fast keiner gehoert.

Der einzige und letzte Gig der Post-Dosch-Aera war dann im Magazinkeller mit zwei anderen Bands. Das ganze am 19.11.1997.

 

Premiere.

Sieht schoener aus als es war.
Henning.

Der Auftritt wurde mit zwei Gitarristen (Mark und Zoran) abgehalten, die ca. ein halbes Jahr vorher rekrutiert worden waren und wie Henning ihr Live-Debuet ablieferten. Der Gig war nicht unbedingt ein Glanzstück.

 

 

Henning und dahinter Zoran.

Ende der Konzertberichte. Sorry. Nun zum Wetter.

Aal.

Die Demos:

Im Laufe ihrer Zusammenarbeit brachten es SENTIMENT auf zwei Demos. Das erste "Mega Sega Sonic" kam in einer 100er Auflage auf MC heraus und wurde fuer DM 6,- pro Stueck verscherbelt. Da sich die Produktionskosten mit allem Drum und Dran auf genau DM 5,01 pro Tape beliefen, ging´s leider nicht billiger.

Die Aufnahmen fanden in perfekt entspannter Atmosphaere statt, naemlich in den seit dem so genannten "Grindbuersten Bunker Studios", unserem geliebten Proberaum. Jense hatte von einem Bekannten einen alten, aber funktionstuechtigen Vierspurrekorder organisiert. In einer Arbeitsphase von drei Monaten (August bis Oktober) managten die Jungs es, folgende Songs aufzunehmen:

 

SENTIMENT - Mega Sega Sonic (Erstes Demo 1995)

Weiter rechts...Zum Download von MEGA SEGA SONIC.Weiter links...

Zeig in gross, Alder !
1.
Meeresrauschen (inklusive Moewen) mit Gittengeklimper.
1:26 min / 1,3 MB
2.
Rasant. Muss man sagen.
5:46 min / 5,4 MB
3.
Eine Art Intro, suedamerikanisch angehaucht.
0:47 min / 0,7 MB
4.
Bandintern "der Hit" genannt. Mit Abstand eingaengigster Song.
6:36 min / 6,2 MB
5.
Noch´n Intro, sehr chillig. Nur Dosch.
2:11 min / 2,0 MB
6.
Affengeiler Heizer mit Killer-Soli. Mit zuckersuesser Gastsaengerin, die auch noch franzoesisch singt. Olala.
8:26 min / 7,9 MB
7.
Von Jense. Ausschliesslich E-Drums, von Hand gehaemmert. Aber dann hochgepitched, hihi. Geil.
1:46 min / 1,7 MB
8.
Geilster Titel. Der Song wurde bei Proben auch mal gut und gerne ´ne halbe Stunde lang.
7:50 min / 7,3 MB

(Is´ klar. Auf Songtitel druecken und hoeren, was denn passiert ODER Rechtklickovic und speichern unter, is´ klar.)

Soundmaessig klingt das Teil heutzutage natuerlich sehr staubig. Damals war man aber ganz gut zufrieden damit. Fuer ´ne Vierspuraufnahme geht´s aber auch echt, haette echt wesentlich uebler sein koennen. Groessere Probleme als der Sound machte da zum Teil das Timing, denn man nahm schlauerweise ohne Click auf. Wenn dann das Schlagzeug in ruhigen Phasen mal ein paar Takte Pause machte, ging das Gewuerge los. Bloss irgendwie wieder reinkommen. Tja, Fehler passieren. Aber man lernt ja nie aus (alter Satz von mir).

Trotz dieser kleinen Sound- und Timing-Schwaechen erhielten SENTIMENT auf das Tape einige positive Resonanzen und sogar ein paar richtig gute Reviews, nachlesbar hier auf der alten SENTIMENT-Homepage.

Aal.

Gegen Ende des Jahres 1996 bekamen SENTIMENT dann Verstaerkung durch Henning an den Vocals. Henning war ein Kumpel von Jense, der mit Metal eigentlich nichts am Hut hatte und auch noch nie in einer Band aktiv gewesen war. Da SENTIMENT aber eh "more than metal" waren, ging´s. Zudem stellte Henning im Laufe der Zeit fest, dass man neben GARTH BROOKS auch locker SAVATAGE hoeren konnte.

Stimmlich war Henning echt geil, was, nachdem sie das zweite Demo im Netz gehoert hatten, auch die italienische Progmetal-Formation TIME MACHINE so zu sehen schien. Die schrieben ihm naemlich tatsaechlich eine ellenlange Mail mit ihrer Bandgeschichte, garniert mit einem Angebot, mit TIME MACHINE auf ´ne Tour zu gehen. Sachen gibt´s.

 

Henning, die alte Pottsau, beim Stuss schreiben.

Wer klickt ist doof...
Aal.

Henning war auch in anderen Bereichen aeusserst bewandert. So designte und managte er die 1997 online gegangene SENTIMENT-Homepage. Das war fuer die Zeit nicht unbedingt normal, heute kann das ja jeder, sogar ich. Aber seinerzeit musste man den Leuten noch erklaeren, was mp3s sind. Die damalige Adresse www.sentiment.de.vu liegt heute leider brach, nur ein kleiner Verweis erinnert an grosse Tage. Ich werde aber versuchen, die Seite demnaechst hier mit einzubinden, was jetzt gerade geschehen ist. Hier. Einen anderen Abschiedsgruss gibt es unter http://thor.prohosting.com/~satan667/. Dort verweilt, wohl unter Henning´s Kontrolle oder wer weiss es, die ehemalige Startseite, die auch auf das Ableben der Band hinweist. Hierbei handelt es sich soweit ich weiss um die letzte aktualisierte Fassung, allerdings ist die Navigationsleiste nicht da, was verhindert, dass man die Rubriken anglotzen kann. Schadé. Diese kriegt man allerdings hier zu sehen:

Update: Zur SENTIMENT-Homepage, Stand irgendwann 1997, kurz vor der Aufloesung.

Die Sachen auf der Seite wurden alle von Henning programmiert und auch designt. Also, fuer eine Underground-Homepage von 1997 geht´s eigentlich. Die Bandlinks, Downloads und das Kontaktformular funktionieren soweit ich weiss nicht mehr alle, aber es ist halt eine alte Seite. Ausserdem kann man ja neuerdings beide Demos hier bzw. hier runterladen. Also, watt soll´s.

Frohes Schaffen...ihr Affen !

Seit Anfang 2003 bediente sich dreisterweise eine daenische Band des Namens SENTIMENT (www.sentiment.dk). Die koennten was erleben, wenn sie so schlau gewesen waeren, eine Kontaktadresse anzugeben.

Update: Adresse jetzt vorhanden, gleich "Drohmail" geschrieben, keine Antwort gekriegt. Trotzdem (oder deswegen ?!?) benennen sich die Dänen von SENTIMENT in FOURTH DIMENSION um. Toll. Sehr ordentlich.

 

Da ging´s noch. Man beachte das schwere Geraet.

Aal.

Anyway: man machte sich mit Henning an die Arbeit, ein zweites Demo in Angriff zu nehmen:

 

SENTIMENT - Second Demo (Zweites Demo 1997)

Rechts, Alder...Zum Download von SECOND DEMOLinks, Alder...

Muttu gucken auch.
1.
Neuaufnahme des "Hits" vom ersten Demo.
6:00 min / 5,6 MB
2.
Alter CQ-Song, jedoch komplett umgemodelt. Hat nicht allzuviel mit dem "Original" zu tun. Mit Sample von Fox Mulder.
5:21 min / 5,0 MB
3.
Auch von CQ, auch hart ueberarbeitet.
3:51 min / 3,6 MB
4.
Ohne Dosch. Geile Sample-Spur von Jense (muss Akira sein), feiner Gesang von Henning und Rest von Meise.
2:30 min / 2,4 MB

(Is´ klar. Auf Songtitel druecken und hoeren, was denn passiert ODER Rechtklickovic und speichern unter, is´ klar.)

Leider kam es jedoch schon im Vorfeld der Aufnahmen zu Unstimmigkeiten in der Band, speziell zwischen Dosch und Henning. Worum es dabei ging, kann ich heute nicht mehr sagen. Jedenfalls wirkte sich es entscheidend auf die Aufnahmen und auch auf die Zukunft der Band aus. Zu Beginn der Aufnahmen war die Stimmung am Tiefpunkt angelangt.

Die Kindergaertner.
Man konnte und wollte die Sache aber jetzt nicht ohne Weiteres knicken, denn man hatte ein "Produzenten-Team" engagiert, das man nicht einfach wieder nach Hause schicken wollte. Es handelte sich hierbei um Michi (r.), der schon bei CQ am Bass ausgeholfen hatte und um Hannes, seinen Gitten-Kollegen von TED VRIGIN.

Aufgenommen wurde mit einem 8-Spur-Taperekorder und Minidisc unter fuer uns schon fast professionellen Bedingungen in den guten alten Grindbuersten-Bunker-Studios. Ueber den Sound kam man dann heute auch eigentlich nicht viel negatives sagen.

Aber ueber fast alles andere. SENTIMENT waren schlecht vorbereitet und schlecht gelaunt. Dosch war die ersten beiden Tage nicht mal anwesend, weil er lieber noch spontan Urlaub machen wollte. Jense hatte Probleme, seine Sachen vernuenftig einzuspielen, weil er mies drauf war. Meise war sich sicher, alles sofort geschissen zu kriegen, war aber nicht.

So bauten Meise und Jense einmal so richtig big time Scheisse: als man (in Dosch´s Abwesenheit) die Basic-Tracks fuer "Nature" aufnahm, verkrueppelte man unbewusst den kompletten Anfangspart des Songs. Dosch muss echt gekotzt haben.

 

Eben dieser Jense zu Zeiten kurz vor dem zweiten, todbringenden Demo.

 

SHIT !!!

All das resultierte in Demo-Aufnahmen, die in die Kategorie "Unvollendet" einzusortieren sind. So haetten z.B. einige Passagen durchaus noch Vocals vertragen, auch das ein oder andere Gitarrensolo wurde einfach nicht aufgenommen. Ergebnis: superlange Parts, in denen quasi nichts passierte. Scheisse. Dazu kamen diverse Fuckups von Dosch ("Nee, ich nehm alles in einem Rutsch auf."). Man hoerte jedes einzelne Umschalten am Effektgeraet, dazu wurde sowieso alles extrem luschig eingespielt. Wuerg. Nur Henning war okay.

Das zweite Demo verschenkte man uebrigens in zehnfacher Ausfuehrung beim letzten Konzert im Magazinkeller, als Bonus gab´s die Homepage mit auf der CD-R. Fast schon so´ne Art Multimedia-Reuse.

Aal.

Langer Rede kurzer Sinn: niemand hatte sich mit Ruhm bekleckert und irgendwer musste gehen. Hierfuer gab es die Kandidaten Dosch und Henning, die beiden, die sich am haertesten in der Wolle hatten. Die Jury bestand aus Jense und Meise.

Man befand Dosch fuer schuldig im Sinne der Anklage und feuerte ihn. Wenn ich von heute aus gucke, war diese Entscheidung falsch. Man feuerte die kreative Kraft der Band und behielt den Saenger mit dem Komalampenfieber, der sich knapp ein Jahr spaeter nach Muenchen absetzte, um im Computerbusiness fett Kohle zu scheffeln.

Die Entscheidung war allerdings gefallen. In dieser Dreierbesetzung nahm man noch den Song "Star Of Isis (Part I)" auf, den Dosch sowieso ueberhaupt nicht haben wollte, wohl, weil er nicht am Songwriting beteiligt war und der Song eh total andersartig war. "S.O.I. Part II" sollte dann eigentlich auch noch aufgenommen werden, Michi und Hannes hatten aber keinen Bock mehr auf den Kindergarten.

Man hatte jetzt also das neue Demo einer Band in der Hand, die so nicht mehr existierte und der ausgerechnet der Songwriter und Gitarrist abhanden gekommen war. Meise, Jense und Henning waren trotzdem optimistisch, SENTIMENT weiterfuehren zu koennen.

Erstes und letztes Bandfoto in der Besetzung.

Sie suchten also nach Ersatz fuer Dosch. Im September 1997 war man der Meinung, diesen gefunden zu haben. Es handelte sich hierbei um die bereits erwaehnten Mark und Zoran, die vorher schon mal zusammen musiziert hatten.

 

 

 

SENTIMENT: das finale Line-up (v.l.n.r.): Jense, Meise, Zoran, Henning, Mark.

Leider wurde sehr schnell klar, dass das nix werden wuerde. Zoran kam immer (und ich meine wirklich IMMER) zu spaet und erzaehlte dann, dass sein Tag voll scheisse gewesen war und er ja keine Schuld haette. Mark war ein netter Kerl, der aber leider, wie ich fand, irgendwie zu sehr von Zoran abhängig war. Musikalisch waren die beiden nicht wirklich in der Lage, Dosch zu ersetzen, auch die neuen Ideen waren irgendwie "anders". Nach dem einen Auftritt im Magazinkeller war dann auch bald schulz. Zoran verzierte nach dem Ende der Zusammenarbeit unseren Proberaum noch mit markigen Spruechen wie "Hier spielte mal der bessere Gitarrist" und "SENTIMENT - Progressive Ü-Metal". Geiler Magger. Mark ging mit.

Auch Henning nahm seinen Hut, um ins Baziland abzuwandern. Jense und Meise waren alleine und SENTIMENT tot.

Aal.

Der Vollstaendigkeit halber noch eine Auflistung von SENTIMENT-Songs und Coverversionen, die auf keinem Demo zu hoeren sind und nur live ab und an gespielt wurden:

Eigene:

A Dolphin
Affengeiler Song mit allem Schnickschnack.
The Day´s Divinity
Noch geiler ? Vielleicht.
Star Of Isis (Part II)
Der thrashige Part von Meise´s einzigem SENTIMENT Song.
Intro
Glaubich das einzige, was die "spaeten" SENTIMENT gebacken gekriegt haben. Ein bekacktes Intro.

Coverversionen:

Magnum P.I. Theme
Musik mit dritter Augenbraue. Von MIKE POST und PETE CARPENTER.
Race With Devil On Spanish Highway
Von AL DIMEOLA. Jazz-Kracher.
Somewhere Over The Rainbow
Die MARUSHA-Version als Metal. Eigentlich von HAROLD ARLEN.
Bruder Jakob
Als In- und Outro. Alte Volksweise. Aber die Idee von PSYCHOTIC WALTZ abgeguckt.
Purple Haze
Von JIMI HENDRIX.
Message In A Bottle
Von THE POLICE.
Raining Blood
Good oln SLAYER.
Eye Of The Tiger
Aaaadriaaannnnn !!! Der Box-Klassiker von SURVIVOR.
Aal.

Jense und Meise, die einzigen Ueberlebenden des schrecklichen SENTIMENT-Absturzes, begannen also, ein neues Projekt anzuschieben.

Aal.

WHAT EVEREST - Oh, THAT EVEREST.

Logo by Jense

WHAT EVEREST
Aal.

WHAT EVEREST. Was fuer ein schoener Name. Sagt alles, aber nichts. Hervorragend. Also.

Folgendes Line-up (Fruehjahr 1998 bis irgendwann 2001):

Jense
drums & undefinable noises
Meise
gitte & bass & vocals

Mageres Line-up, magere Ausbeute. Dabei ging´s echt gut los. Man entwickelte den Song "What´s The Matter, Horn ?", der mit seinen fast acht Minuten wirklich richtig gut war. Weiter ging es allerdings nicht, denn ausser ein paar netten Ideen, die nie wirklich ausgearbeitet wurden, brachten WHAT EVEREST nichts mehr zustande. Man fiel sozusagen in ein kreativitaetshemmendes Loch, aus dem man nicht mehr rauskam. Irgendwann 2001 war dann Feierabend.

Zum Glueck war man aber wenigstens so schlau gewesen, den einen Song vernuenftig aufzunehmen. Es fehlen bei der Aufnahme nur ein Bass-Solo und die Vocals, die aber auch nie ausgearbeitet wurden. Soundmaessig das Beste, was bisher in den "Grindbuersten Bunker Studios" aufgenommen wurde, vielleicht abgesehen von gewissen Teilen des zweiten SENTIMENT-Demos.

 

Das gluecklose WHAT EVEREST-Team. What´s The Matter, Horn ?

So sieht man aus, wenn alles geil ist.

Ein Grund fuer das Ableben von WHAT EVEREST war die Tatsache, dass der gute alte Worz einen Raum fuer sein Schlagzeug suchte und diesbezueglich bei uns nachfragte. Meise fand´s gut, denn Jense hatte immer weniger Zeit fuer´s Mucken. Da kam so´n zweiter Drummer gerade recht.

Worz zog also quasi bei den Jungs ein. Er und Meise begannen zu jammen und stellten schnell fest, dass es schockt. Je haeufiger die beiden zusammen spielten, desto seltener wurden die WHAT EVEREST-Proben.

Aus Worz und Meise entstand, ja, richtig, zunaechst die genialen ASTEROIDENGÜRTELTIER, daraus dann die noch viel geileren JOHNSTON. Die weitere Geschichte dieser revolutionaeren Band lest ihr auf der Seite "What Is It ?". Wenn ihr aber denkt, dass ich hier schon/endlich fertig bin, dann irrt ihr euch. Denn es gab weitere Projekte, die hier nicht unter den Tisch fallen sollen.

Aal.

SILVER HAZE

(formerly unknown as EISBÄR and EISBIER / Logo kommt)

SILVER HAZE

Aal.

Da haben wir an allererster Stelle auf der Geilomatic-Skala SILVER HAZE, ein Projekt, das dem Meisenmann immer sehr am Herzen gelegen hatte. Bevor man den Namen SILVER HAZE erdacht hatte, hiess die Band EISBÄR, davor sogar kurz EISBIER.

Folgendes Line-up (ab ca. Oktober 1994 bis irgendwann):

Death Pusher aka Lüder
gitte, vocals
Meiser
drums, vocals, some gitte & bass (bei Aufnahmen)
   
Tille
Ostbass ®
Dinsch
alibi-gitte, hauptsaechlich joinies
Dosch
vocals, drums
Les Mueller
bass, vocals
SchMö
vocals

SILVER HAZE hatten als festen Besetzungsstamm (besonders bei Aufnahmen und in spaeteren Zeiten) nur zwei echte Mitglieder: den Death Pusher und den Meiserich.

Leave me alone.
Tille beispielsweise musste von den beiden immer zum Mitspielen gezwungen werden, weil der weder Bock auf´s noch Ahnung vom Bassspielen hatte. Und das mal ganz davon abgesehen, dass das zu beherrschende Instrument der Ostbass ® war. Dieses Exemplar stammte aus der DDR, war technisch nicht mit hiesigen Geraeten kompatibel und brauchte erstmal neue Tonabnehmer und Saiten. Ausserdem war Tille wie Lueder Linkshaender, so dass wir die Saiten auch noch falschrum draufziehen mussten.

Alles nicht die besten Voraussetzungen, wenn man gegen seinen eigenen Willen das Bassspiel erlernen soll. Vom Sound ganz zu schweigen. Trotzdem geil.

Dinsch hatte nur einmal seine Gitarre mit, konnte aber auch eh kein Stueck spielen. Er rollte stattdessen dicke Joinies. Dosch und Les Mueller (zur Genuege bekannt) jammten ab und an mit, waren aber nie feste Mitglieder im Silberhasen-Club. Man spielte gerade spaeter sowieso sehr unregelmaessig, weil viele Mitglieder, allen voran der Death Pusher, in alle Winde verstreut und nur zu Weihnachten vor Ort in Bremen waren.

Der dickste Grund fuer die Jungs, SILVER HAZE zu machen, war ein einfacher: Doom. Naeher gesagt: SAINT VITUS (wer sonst ?). Meise wollte mal Schlagzeug spielen, da kann es zu Anfang ja auch nur Doom geben.

 

Das stabile SILVER HAZE Line-up, bei der zweiten EISBÄR-Session: Death Pusher with Gitte und Meise am "Super Champion"-Freizi-Kit.

Hallo, Sie da !

Man spielte bei Proben/Sessions viele Coverversionen und Sachen, die sich wie welche anhoeren sollten. Dabei verhunzte man die Originale teilweise so dermassen, dass sich einem den Magen verdrehte. Folgende Quasi-Covers waren in der Heavy-Session-Rotation:

Born Too Late
SAINT VITUS-Klassiker vor dem Herrn.
Plague Of Man
Muss auch SAINT VITUS sein.
Children Of Doom
Guten Tach, mein Name ist SAINT VITUS.
Weeds
Von LIFE OF AGONY, Meise kriegte den Beat aber nie hin.
Blood Of The Kings
Von MANOWAR. Artete irgendwann so aus, dass eine Art Reggae-Version entstand. Sick.
Milk
Von S.O.D.´s Meisterwerk.
Three Little Pigs
Von GREEN JELLY. SH fertigten eine echt vorzeigbare "Studioversion" mit dem Achtspurdingens an, die speziell dank der zweistimmigen Keine-Eier-Vocals noch heute als Geniestreich gilt.

Die SAINT VITUS-Songs versuchte man meistens moeglichst originalgetreu hinzubekommen. Teilweise war man trotzdem ziemlich weit davon weg.

Nimm mich !!!

SILVER HAZE waren aber trotz allem keine reine Coverband. Es wuchsen auch einige Eigenkompositionen auf dem Mist der beiden Hauptakteure, die aber, aehnlich wie bei ZOMPF, teilweise unter anderen Projektnamen aufgenommen worden. Man wollte den Namen SILVER HAZE zum Beispiel nicht mit Songgranaten wie "Erdlochabdeckung" in den Hintergrund schieben.

Der geile Lueder, Gitarrist und Vocalist einer der geilsten Bands des Erdballs or something.

Die Liste der Songs aus der Feder von SILVER HAZE (teilweise unter anderen Projektnamen) liest sich wie folgt:

SILVER HAZE
Master Of Orion
Das erste eigene Stueck, leider keine ordentliche Aufnahme gemacht. Auch "Master Of Oralfuss" genannt.
SILVER HAZE
Wüste
Geile Instrumental-Aufnahme mit zwei Gitten & Bass, klingt genau, wie er heisst.
SILVER HAZE
Geknüppel
Eigentlich nicht der Rede wert.
SILVER HAZE
 
Geil huepfiger Groove-Song mit Auffe-Fresse-Appeal. Wurde bei jeder Session exerziert.
ERDLOCHABDECKUNG
Erdlochabdeckung
Ein bewusst megastumpf gehaltener Asi-Punksong mit dem geilsten Asseltext der Welt. Zu genial fuer SILVER HAZE. Lesen ?
FURZUM
X-Mas-Festival
Ein kompletter Headlinergig, der zwar komplett improvisiert war, aber durchaus als Projekt durchgeht. Nix mit irgendwelchem Burzum-Rotz zu tun, nur Namensaehnlichkeit, hihi.

Zu der FURZUM-Nummer kann man sagen, dass sie spontan waehrend einer weihnachtlichen Session der SILVER HAZE-Stammmitglieder entstanden ist. Man tat damals quasi so, als waere man die Band, auf die alle gewartet haben. Tosender Applaus und Schreie der Entzueckung. Allerdings war man alleine im Bunker, und so war man halt Band UND Publikum. Egal, abgefeiert wurden FURZUM ohne Ende. Die waren aber auch geil...

Der Name ist natuerlich von Burzum abgeleitet, jedoch kennt kein Mensch Mucke von denen, geschweige denn teilt man irgendwelches Gedankengut. Der Name bot sich aber halt fuer Black-Metal an, den FURZUM hier in einmaliger Form zelebrierten.

Da der liebe Death Pusher seit diversesten Jahren nicht mehr hier wohnt, liegen SILVER HAZE auf Eis(bier). Offiziell aufgeloest wurde die Gruppierung jedoch nie, also wer weiss es schon so genau...

Aal.

BIERNOT

(Logo gibbet nich)

BIERNOT

Aal.

Dann waeren da noch BIERNOT. Dieses einmalige Projekt bestand aus den Mitgliedern der Bands ZOMPF (Master und Vomitor) und MY SISTER´S DICK (kurz MSD). MSD waren die bereits kurz erwaehnten Kaoz (spaeter Koz) und Mr. Blood (Les Muellers Bruder). MSD nahmen dem Vorbild ihrer Idole ZOMPF folgend mehrere Tapes auf, die mit tollen Covers aufgepeppt wurden. Wie gesagt gab es nur eine einzige BIERNOT-Session, die Mitte der Neunziger im Keller der Muellers (die ebenfalls bereits erwaehnten Mr. Blood-Studios) stattfand. Die Ergebnisse waren ein etwa 20-minuetiges Tape, eine Flasche Springer pro Kopf plus Pilsetten und ein hart goebelnder Master. Die Kiddies...

Aal.

Bolz.

(Bolt Thrower-Logo modified by Meise)

BOLZ RüBER

Aal.

Eine Sache muss ich noch erzaehlen. Kurz nachdem der Fraptain bei JOHNSTON eingestiegen war, also 2001, gab es ein spektakulaeres Jointventure einiger Mitglieder der "MöRSER-Familie" und JOHNSTON. Zweck der Uebung war es, BOLT THROWER-Songs zu covern. Man benannte das Team treffenderweise BOLZ RüBER. Folgende Mitwirkende:

Shitman (M)
drums
Sven (M)
gitte
Denny (M)
vocals
Fraptain (J)
bass
Meise (J)
gitte

Man probte fuenfmal, bevor man am 21.12.2001 den bisher einzigen Gig der Bandgeschichte spielte. Anlass war das traditionelle Weihnachtskonzert der MöRSER in der Friese. Vorsichtshalber lieh man im Geschaeft noch eine Nebelmaschine und heizte alles zu. Der 20minuetige Auftritt wurde also von einer starken Sehbehinderung begleitet. Man spielte "War", "The Fourth Crusade", "...For Victory", "Forever Fallen" und "No Guts No Glory".

Nachdem am spaeteren Abend dann auch der Mörser-Gig durch war, stieg man auf Wunsch eines Special Guests nochmal auf die Buehne, um "Forever..." und "No Guts..." erneut zu schmettern. Dieser Abend war sehr schoen.

Danach probte man noch einmal, uebte den Opener von der neuen ein ("Contact-Wait Out"), aber das war´s dann auch bis jetzt. Schade, aber man wird sehen.

Update: BOLZ RÜBER sind wieder aktiv! Am 27. Dezember 2004 traf sich das BOLZ RÜBER-Ensemble zur gemeinsamen Zelebration, doch leider unter Abwesenheit des kleinen Mannes, genannt Kaptain. Dieser war noch dort, wo er von wech kommt, Braunsbuettel oder Braunlage oder. Es war gut. Den Umstaenden entsprechend. Machen.

Aal.

So.

Hoffentlich war´s nicht zuuuu langweilig. Aber is´ ja freiwillig. Hier und da wird wohl nochmal was upgedated werden, das sach aber dann wohl irgendwie irgendwo (irgendwann...Scheisswitz) an. Schaetz´ ich.

Hadde Meise

Last Update: 2003 09 23

Aal.

Updates seit 2003 09 23:

 
- 2003 10 25:
Kleinstaenderungen an grammatikalischen und sachbezogenenen Ungereimtheiten.
- 2003 11 01:
- 2004 12 27:
- 2005 03 31:
Das erste SENTIMENT-Demo "MEGA SEGA SONIC" von 1995 kann ab jetzt HIER komplett runtergesaugt werden. MP3-maessig, is´ klar.
- 2005 03 31/2:
Das zweite SENTIMENT-Demo "Second Demo" von 1997 kann ab jetzt HIER komplett runtergesaugt werden. MP3-maessig, is´ klar.
- 2005 04 01:
Die letzte Version der SENTIMENT-Homepage von 1997 kann jetzt HIER beglotzt werden.
- 2005 07 16:
BOLZ RÜBER-Logo eingefuegt. Guck da.
- 2006 03 15: Gewisse SENTIMENT-Passagen geaendert.

Aal.

Und jetzt direkt zu/nach/beim/usw...

Auf Fraptain zu.
Nach´n Worz hin.
You´re already there, dude. Ah, fuck it.
Visit McFly.
nach oben Die Maggaths mehr Fotos in der Güllery